SEX Talk
RBDSMAF-Talk
Dies ist ein Werkzeug, um klare Kommunikation
in intimen und sexuellen Begegnungen zu üben.
Es hilft dabei, den eigenen Körper und die eigene Sexualität besser kennenzulernen und auf entspannte, gesunde Weise „menschlich zu sein“.
Darum geht es:
Geht vor einer Interaktion die Punkte gemeinsam durch. Die Reihenfolge ist dabei nicht wichtig. Auch kann der Talk sehr ausführlich sein, aber auch kurz und bündig. Es kann zum Beispiel hilfreich sein, mit den Ängsten zu beginnen, um sich gegenseitig verletzlich zu zeigen.
RBDSMAF wurde ursprünglich wohl gewählt, im Englischen, weil das Wort BDSM drin vorkommt, welches schon bekannt ist. So lassen sich die Buchstaben gut merken - RBDSMAF. Einige Leute hängen noch weitere Buchstaben an, falls dir noch ein Thema wichtig ist, erwähne es.
R – Relationship (Beziehung): In was für Beziehungen befindest du dich gerade? Welche Vereinbarungen in diesen anderen Beziehungen beeinflussen die jetzige?
B – Boundaries (Grenzen): Welche persönlichen Grenzen habt ihr? Was wünscht ihr euch, das nicht passieren soll?
D – Desires (Wünsche/Sehnsüchte): Was wünscht ihr euch voneinander? Seid mutig und ehrlich, aber ohne Erwartungsdruck (Nicht-Anhaften). Wenn die Wünsche nicht sofort zusammenpassen, macht Gegenvorschläge (Verhandeln), bis eine Vereinbarung steht, die sich für beide wirklich gut anfühlt – oder stellt fest, dass ihr nicht zusammenpasst und sagt freundlich „Nein“.
S – Sexual Health (Sexuelle Gesundheit): Wann war dein letzter STI-Test, worauf wurde getestet und wie war das Ergebnis? Welche Safer-Sex-Regeln wollt ihr für eure Interaktion festlegen?
M – Meaning (Bedeutung): Was bedeutet diese Interaktion für dich? Geht es um ein einmaliges Treffen, Freundschaft, emotionale Unterstützung, Familiengründung oder etwas anderes? Klarheit hierüber verhindert Missverständnisse oder falsche Vorstellungen über die Entwicklung der Beziehung.
Getting to know yourself, what you want and what you
don’t want is an ongoing
process of clarity and selflove.
A – Aftercare (Nachsorge): Was braucht ihr nachher, wenn die Interaktion vorbei ist? (z.B. gar nichts, ein Check-in am nächsten Tag/ nach ein paar Tagen.)
F – Fear (Ängste): Welche Ängste tauchen auf, während ihr euch begegnet oder eure Wünsche und Grenzen teilt?
T – Trauma: Informiert euch gegenseitig über bekannte Trigger (Auslöser), die einen Traumazustand (Kampf, Flucht, Erstarren oder Taubheit) auslösen könnten. Dies schafft Bewusstsein, um im Ernstfall entsrechend und entspannter reagieren zu können.
Hintergrund: Dieser Fragebogen ist ein Werkzeug der ISTA (International School of Temple Arts), einer Schule für die Verbindung von Spiritualität, Sexualität und Schamanismus. Text aus www.intuitivewisdom.ch